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Ostseeman 2013 – Zu Hause « Christian Nitschke's Blog

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Ostseeman 2013 – Zu Hause

In diesem Jahr fühlte es sich am Freitag, als ich mit meiner Familie für den OstseeMan Triathlon nach Glücksburg gefahren bin, ein wenig an als würde ich nach Hause kommen.

Irgendwie ist es auch ein Stück weit mein zu Hause geworden. Dieses Gefühl irgendwo neu zu sein, sich zu Recht finden zu müssen, gibt es für mich in Glücksburg nicht mehr. Ich werde in jedem Jahr herzlicher empfangen und da viele Ostseemänner und Frauen Wiederholungstäter sind (wen wunderts? ;-) treffe ich in jedem Jahr mehr alte Bekannte, die ich in den Vorjahren kennen gelernt habe. Einige waren als Zuschauer dabei und haben sich von den Emotionen, die so eine Rennen auch ins Publikum trägt selbst anstecken lassen als Teilnehmer mitzumachen. Oder, was auch nicht selten vorkommt, Menschen die einfach nur zum Zusehen kommen, um diese einzigartige Atmosphäre an der Ostsee zu genießen. Auf jeden Fall aber bin ich aus sportlicher Sicht zu Hause in Glücksburg angekommen. 2008 habe ich mich dort an meinen ersten Triathlon über diese Distanz gewagt, dann 2010 den erste Sieg gefeiert und in diesem Jahr schon den vierten in Folge.

Die Tage vor dem Rennen waren in diesem Jahr ganz anders als das, was ich vor für mich wichtigen Rennen gewohnt bin. Sie waren viel weniger geprägt von Zweifel und Aufregung als vielmehr von kindlicher Vorfreude. Es fühlte sich wirklich so an als würde ich als 10-jähriges Kind auf Weihnachten oder den Geburtstag warten. Ein tolles Gefühl, das meiner Erfahrung nach bei vielen „Erwachsenen“ früher oder später verloren geht. Ich habe mich einfach nur gefreut. Auf das Lächeln der vielen Helfer an den Verpflegungsständen, die Motivation der Tausenden Zuschauer an der Strecke, die tolle Landschaft, die Gänsehautstimmung im Zielbereich, meine Familie an der Strecke, die vielen Träume die an so einem Tag wahr werden und auf den Führungsradler, der mich schon durch den einen oder anderen Spruch über die eine oder andere harte Phase gebracht hat!

Ich konnte all das auch mehr denn je genießen in diesem Jahr, auch wenn ich mir durch einen dummen Fehler den Lauf schwerer als nötig gemacht habe. Ich weiß, dass ich für die 180km Rad fahren eine genaue Menge an Kohlenhydrate brauche. Da ich aber unachtsam war, war mein Vorrat schon nach 140km aufgebraucht und ich habe von den Verpflegungsstellen weiter Iso und Gels angenommen, so dass mein Magen für den Lauf viel zu voll war und am Ende gar nichts mehr aufnehmen wollte. Nach zwei Pausen auf dem Dixi habe ich mich dann entschieden den Rest des Laufes mit Wasser zu machen und den Streckenrekord Streckenrekord sein zu lassen und einfach nur die Stimmung zu genießen. So gut es eben geht wenn man schon über sieben Stunden am Körperlichen Limit ist ;-) .

Nach 8 Stunden und 38 Minuten war es dann für mich in diesem Jahr geschafft und ich durfte im Ziel den vierten Sieg in Folge feiern. Das war diesmal auch so ein komisches Gefühl. Auf der einen Seite war jeder Muskel meines Körpers froh endlich fertig zu sein. Aber auf der anderen Seite hätte ich am liebsten noch länger die Stimmung auf der Strecke genossen. Daher habe ich mich direkt nach dem Zieleinlauf entschlossen etwas später noch an einer Verpflegungsstelle Wasser anzureichen um so eine Veranstaltung auch mal aus einer anderen Perspektive zu sehen. Es hat sehr viel Spaß gemacht und vielleicht hat es dem einen oder anderen auch noch einen kleinen Motivationsschub für die letzten Kilometer verpasst. Allerdings muss ich auch sagen, dass meine Arme nach nur 40 Minuten Wasser anreichen schon ziemlich Lahm waren. Absolute Hochachtung vor der Leistung aller Helfer, die am Wettkampftag genauso lange oder länger als die Athleten auf der Strecke sind!

Im Moment glaube ich, dass ich es nicht schaffen werde mich im nächsten Jahr dem magischen Magnetismus des OstseeMan zu entziehen. Vorausgesetzt dem Glücksburger Publikum werde ich nicht langweilig und der Reinhard Husen möchte mich noch einmal in Glücksburg sehen ;-) .

Vielen Dank Glücksburg, allen beteiligten am OstseeMan, meiner Familie und natürlich meinen Sponsoren und Partnern ohne die dieser Tag nicht möglich gewesen wäre!

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